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Im Normalfall ein Amt, welches für den Ausübenden eine Ehre darstellt, es auszuüben und auszufüllen…………..Würde man annehmen.
Heute ist es verkommen zum Hilfsdienst für Dinge, welche der Staat nicht mehr leisten kann oder will.
Sinnigerweise wird derzeit Ehrenamt gleichbedeutend mit Freiwilligenarbeit oder Bürgerschaftliches Engagement verwendet.
Das Ehrenamt ist heute vielfach ein Jobvernichter geworden.
Rund um das Ehrenamt sind heute Datenbanken in Massen entstanden.
Man könnte meinen, eine ganze Industrie beschäftigt sich damit.
“23 Millionen bürgerschaftlich Tätige und rund 14.400 Stiftungen leisten einen wertvollen Beitrag. Meist außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung helfen sie direkt und wirksam”, heißt es.
Rechnet man das in Arbeitsstunden oder gar Euro um, tut sich vor einem plötzlich ein enormer Wirtschaftsfaktor auf. Und es ist klar ohne geht unser System vor die Hunde.
Die Frage ist eigentlich, warum es so weit kommen musste?
Warum verlässt sich der Staat auf das freiwillige Engagement seiner Bürger?
Hier stiehlt man sich bewusst aus der Verantwortung.
Staatliche Stellen verweisen auf die Freiwilligen Verbände, wenn mal Not an Mann oder Frau ist. Der Vollossi hörte schon davon, dass dieses gar mit einer gewissen Häme geschehen sei.
Das allein könnte eine Ausnahme sein, aber da gerade das auch öffentliche Meinung ist, ist es sehr düster bestellt um unser Land.
Damit den Vollossi hier keiner falsch versteht; er redet nicht wider das Ehrenamt.
Er stellt auch nicht das sehr große Engagement der 23 Millionen Freiwilligen in Frage.
Er fragt sich nur ob all denen bewusst ist, dass sie unter Umständen Arbeitsplätze ihrer Mitmenschen vernichten oder gar nicht erst entstehen lassen.
Es gibt ehrenamtliche (freiwillige) Tätigkeiten, welche der Vollossi durchaus für sinnvoll und auch nicht durch den Staat für ersetzbar hält, so z.B. Übungsleitertätigkeiten im Sport (hier ginge ohne das Ehrenamt gar nichts).
Aber ehrenamtliche (freiwillige, unbezahlte)Tätigkeiten im Rahmen von Seniorenhilfe, Hilfe in Jugendeinrichtungen oder gar in der Landschaftspflege hält der Vollossi für mehr als kritisch und grenzwertig im Sinne der Vernichtung bzw. Nichtschaffung von Arbeitsplätzen
Exkurs:
Auf der anderen Seite ist die “Dunkelziffer” der anderen Ehrenamtlichen, wie etwa Krankenpflege, Kinderziehung oder schlichte Nachbarschaftshilfe z.B Einkaufen gehen, Hilfe bei der Haushaltspflege usw. sehr hoch. Während das “offene” Ehrenamt über die Maßen gelobt wird, finden die “Dunkelziffer” ehrenamtlich Tätigen selten Anerkennung.
Und so ist es wie immer und überall auch hier:
Es gibt ehrenamtliche und ehrenamtlichere, letztere haben bei ideeller sowie finanzieller Anerkennung die Nase vorn.
Mehr mit Liebe und Danke belohnt werden die “Dunkelziffertätigen”.
Es ist wie immer ungerecht und auch nicht richtig.
Das schlimme eigentlich ist, dass sich die freiwillig Tätigen nach getaner Arbeit sehr gut fühlen ob des Gefühls etwas richtiges, wichtiges und erhebendes geleistet zu haben.
Und hier ist das Problem:
Das Gefühl trügt nicht.
Im Hochgefühl übersieht man leider nur die angesprochenen Dinge.
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